Der Vater einer Bekannten hat beim „Ausmisten“ unsere Abizeitung aus dem Jahr 1991 gefunden – unfassbare 35 Jahre alt. Aber schön zu lesen:
„Frank gehört zu den auffälligsten Persönlichkeiten der Jahrgangsstufe. Interessant ist bei ihm nicht nur sein außergewöhnlich gelbes Golf-Objekt (Postauto mit weißen Streifen), sondern auch seine Vielseitigkeit und Hyperaktivität. Er ist Berufsmusiker: Kirchenorgel mindestens drei Gottesdienste pro Woche, zusammen mit Edi Kerwemusiker und Großverdiener, erbarmungsloser Keyboarder der Jahrgangsstufenband, auf der Suche nach dem richtigen Sounds. Frank kann sich nicht von der Musik trennen; sieht er ein klavierähnliches Instrument, muß er spielen; auch in der Schule öfters singend, swingend und schnippsend anzutreffen, geht anderen damit manchmal gehörig auf den Geist.
Frank ist immer unterwegs, von einem Termin zum nächsten; kommt nie zur Ruhe (hat auch keine Zeit dazu) und braucht immer irgend etwas zum kauen, knabbern, rumzappeln. Zu seinen weiteren Aufgaben gehören – neben der Schule und der Musik – unter anderem das Schlepper fahren (Agrarökonom), das Protokollieren der KSV-Breunigweiler Sitzungen, das Schreiben von „Rheinpfalz“-Artikeln, etc.
Frank ist ein erstaunliches Organisationstalent; ohne ihn läuft kaum eine Veranstaltung in Breunigweiler und Umgebung. Zur Schule kommt er immer „uff de jedschde Drigger“. Er ist „das Sporttalent“ schlechthin, vor allem weil er nichts sieht (Brillenträger).
Frank ist sehr selbstbewußt und weiß was er will. Er ist stark interessiert an Sozialkunde und ist Allwissender in Sachen Politik. Er macht sich Gedanken um Probleme und versucht immer kritisch aber objektiv, an diese heranzugehen; diskutiert gerne über politische und weltanschauliche Themen (dann kann es spät werden); seine Grundhaltung ist eigentlich immer optimistisch. Vielleicht achtet er zeitweise auf alles andere und vergißt sich selbst dabei.“




