Allgemein

Fünf Thesen zum „Brexit“

Am 22. März habe ich bei einer Veranstaltung in Erbach im Odenwald unter dem Titel „Brexit – Ende der Unsicherheit in Sicht?“ gehalten und anschließend mit dem stellv. Vorsitzenden der deutsch-britischen Parlamentariergruppe Dr. Jens Zimmermann MdB (SPD) diskutiert. Hier meine zentralen Punkte:

1. Der vermurkste „Brexit“- hat viele Gründe 
(uralte Differenzen, Unzufriedenheit mit der EU, innerbritische Probleme, Propaganda, britische Selbstüberschätzung, schlechtes Personal, …)

2. Die EU hat im Umgang mit der Herausforderung bisher sehr positiv überrascht, für Hochmut und Häme besteht jedoch kein Anlass

3. Der Europäische Rat ist offenbar gewillt, Großbritannien bis zur Europawahl notfalls aus der Union hinauszudrängen.

4. Diese Entscheidung ist richtig – das Funktionieren der Institutionen und damit die Handlungsfähigkeit der Union müssen Priorität erhalten.

5. Großbritannien braucht Zeit, sich neu zu sortieren. Es braucht dabei die Unterstützung der EU, so wie die EU Großbritannien braucht. Vor uns liegen herausfordernde Jahre.

Die Veranstaltung hatten wir bei einer früheren öffentlichen Diskussion zu diesem Thema vor gut zwei Jahren vereinbart. Gestern haben wir dem Veranstalter und dem Publikum versprochen, uns in etwa 18 Monaten ein drittes Mal zu treffen.

Gerne können Sie diesen Beitrag teilen

Autor

Diplom-Ökonom, Diplom-Politologe, MSc. in European Accounting and Finance Geschäftsführer bei polyspektiv, Vorstandsmitglied bei der EBD Wohnhaft in Berlin und in der Pfalz