Allgemein

Die Mär vom Kandidatenrennen

Ich wundere und amüsiere mich ein bisschen, dass weite Teile der Journalistenschaft ihre eigenen geliebten Debatten über Rivalitäten zwischen Laschet und Söder (und vielleicht doch noch einmal Spahn) so ernst nimm. Sie erliegt der Selbstsuggestion, hier sei ein Machtkampf im Gange. Und zwar von Bild über Focus und Spiegel bis Phoenix und Deutschlandfunk.

Laschet ist CDU-Chef und hat das Zugriffsrecht. Nicht zugreifen würde er, wenn er nicht mag (wovon ich nicht ausgehe) oder wenn er dafür in einen Machtkampf müsste, der ihn beschädigen könnte. Wenn sich also ein relevanter Teil der CDU gegen den eigenen Chef stellen würde.

Dafür sehe ich keine Anzeichen. NRW hat er in der Tasche, BaWü hat ihn gerade bejubelt, Bouffier aus Hessen war einer der Hauptstrippenzieher bei seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden. Und dass kleinere Landesverbände jetzt zugunsten der CSU den Aufstand proben könnten, erscheint mir vollkommen unplausibel.

Gerne können Sie diesen Beitrag teilen

Autor

Diplom-Ökonom, Diplom-Politologe, MSc. in European Accounting and Finance Geschäftsführer bei polyspektiv, Vorstandsmitglied bei der EBD Wohnhaft in Berlin und in der Pfalz