Messina – vor 60 Jahren und heute

Vor genau 60 Jahren wurden nach dem Scheitern der Verteidigungsgemeinschaft die Weichen für die wirtschaftliche Integration und damit die Gründung der EWG, die Keimzelle der heutigen Europäischen Union, bei einem Außenministertreffen im italienischen Messina gestellt. Am Rande der Feierlichkeiten aus diesem Anlass traf sich unter Vorsitz des EMI-Vizepräsidenten Ugo Ferruta das Politische Komitee „Europa in der Welt“. Gemeinsam haben wir die Stellungnahmen von Mitgliedsorganisationen zur Neufassung der Europäischen Nachbarschaftspolitik abgewogen und an einem Papier für die EU-Kommission gearbeitet, das Ende des Monats fertig sein wird.

Link bei der Europäischen Bewegung

Gebt Cameron den Karlspreis!

Martin Schulz hat den Karlspreis erhalten. Eine Überraschung ist das nicht gerade. Da die Auszeichnung meist an Spitzenpolitiker und Verantwortliche europäischer Institutionen vergeben wird, ist der Kreis möglicher Empfängerinnen und Empfänger überschaubar. Der Ratspräsident Donald Tusk hat seinen schon, ebenso Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Nachdem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ihn erhalten hat, dürfte nächstes Jahr sein Nachfolger Mario Draghi dran sein. Wie aufregend…. Weiterlesen…

Auch im Osten ist Europa!

Ich wünsche uns allen mehr Aufmerksamkeit für das, was in unserem gemeinsamen Europa geschieht und mehr Mut, Kreativität und Engagement im Umgang damit. Was gegenwärtig in Frage gestellt und massiv bekämpft wird, sind universelle und europäische Werte: Die Freiheit des Einzelnen, die Prinzipien einer offenen Gesellschaft, die Stärke des Rechts. Sich dagegen aufzulehnen bedeutet weder Konfrontation mit einzelnen Völkern noch eine Entscheidungen darüber, welches unseren Rückhalt verdient. Es geht um die Durchsetzung unserer Überzeugungen.

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Russische Rätsel

  • Wie kann man ernsthaft glauben, Gewalt gegen Schwächere sei ein Zeichen von Stärke?
  • Wie kann man die Angst anderer ernsthaft mit Respekt verwechseln?
  • Wie kann man ständig behaupten, Verantwortung übernehmen zu wollen und zu können und gleichzeitig jedes Vertrauen zerstören?
  • Wie kann man Macht über andere für so normal halten, dass man das Recht sie zu erzwingen für selbstverständlich hält?
  • Wie kann es einem entgehen, dass man durch die Art wie man ein feindliches Bündnis bekämpft dasselbe wiederbelebt? Dass man aus Angst, Nachbarn könnten einem den Rücken zukehren, das Verhältnis zu Ihnen dauerhaft vergiftet? Dass das Bestreben, einen Bruder nicht erwachsen werden zu lassen, das Verhältnis zu diesem zerrüttet hat?
  • Wie kann man über den Wahn, Imperium sein zu wollen, vergessen, dass ein erfolgreiches Land Schulen, Straßen und Krankenhäuser braucht?
  • Wie kann man denken, ein Volk von 140 Millionen Menschen, das in vielen Zeit- und Klimazonen lebt und das bunt und heterogen ist, könne mit starker Hand von oben kontrolliert ein gutes Leben führen?
  • Wie kann man denken, wenn man es hinbekommt, fortwährend Konflikte zu schaffen und anzuheizen, die ohne einen nicht gelöst werden können, sei man einflussreich?

Lauter Rätsel. Angela Merkel soll gesagt haben, da lebe jemand in einer anderen Welt.

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